Geschichte


 

 
 

Leonie, Sommer 1998Leonie, Herbst 2003 Der Verein Kids Kidney Care feiert im Frühling 2017 seinen 19ten Geburtstag. Die Hilfsorganisation wurde 1998 von mir gegründet, um die Bedürfnisse von nierenkranken Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien zu unterstützen und um Informationen über die Nierenkrankheit an eine breitere Öffentlichkeit zu bringen. Es gab in der Schweiz unter der Bevölkerung einen Mangel an Wissen und Verständnis über die Nierenkrankheiten und die Organspende.

Prof. Gilbert Thiel , ehemaliger Leiter der Nephrologie am Kantonsspital Basel, entschied sich, uns als Ehrenmitglied zu unterstützen. Er glaubte aber kaum daran, dass eine Organisation dieser Art in der Schweiz Chancen hätte, fruchtbar zu überleben. Anscheinend gab es Ärzte, die bereits vergeblich versucht hatten, einen gesamtschweiztätigen Verein dieser Art aufzubauen. Prof. Ernst Leumann, der damalige Leiter der Nephrologie am Kinderspital Zürich, stand uns trotz anfänglicher Zweifel auch bei. Des Öfteren waren es überlastete Familien seiner jungen Patientinnen und Patienten an der Dialyse, die lange Zeit auf eine Spenderniere warten mussten und sehr froh waren um Unterstützung verschiedenster Art.

Am Ende des ersten erfolgreichen Vereinsjahres wurde uns die Gemeinnützigkeit von der Finanzdirektion Zürich zugesprochen.

Ich konnte unter meinen nicht von der Krankheit betroffenen Kollegen und Kolleginnen einen kleinen Kern von ehrenamtlichen Mitarbeitern gewinnen, unserem Vorstand beizutreten. Ihre Funktion ist es, mich in meiner Arbeit zu unterstützen und quasi als Kontrollorgan die Einsätze der Energien und Spendengelder zu überprüfen. Vor allem leistet der Kassier eine enorm intensive karitative Arbeit!

Ganz herzlich möchten wir uns an dieser Stelle auch bei den transplantierten und nierenkranken Kindern und Jugendlichen wie Michael, Martina und Thomas, Nathanael und Nadine, Dominik und David Z, Hansi, Mirko† und Mark, Janaina und Ida-Liza, Adelina und Andrea, Erika und David A, Florian, Jonathan, Daniel, Julia, Bettina, Tobias, Andri und Abdul, Fabio, Romain, Emilie und Gaetan, Noemi() und Gabriel, Luana, Janine, Aisha† und Annina, den Brüdern Isik, Angelika, Christa, Noemi(), Kyra und Kevin, Annina und Joa, Roger, Milos† und Vera†, Timon und Djamel, Céline und Caroline, Dominique, Laura, Simona und Tanja, Mike, Nick und Lio, Nino, Livia und Marc und vielen anderen Kindern/jugendlichen im Dialyselager, sowie deren Familien bedanken, die uns erlaubten, Beiträge über sie und/oder ihre Bilder zu veröffentlichen. Auch bedanken wir uns bei der Familie Vassalli für das Bild von Luciano†, wie auch bei der Mutter von Lin† und der Familie von Tarek†, sowie der Familie von Johanna† und Kristijans† Mutter, die uns erlaubten, Bilder ihrer bereits verstorbenen Kinder zu publizieren.

Unseren bisherigen Erfolg haben wir aber wirklich speziell einer Person zu verdanken – meiner mittlerweile 21-jährigen Tochter. Sie war es, die für uns von Anfang an Berge bestieg. Sie war es, die als Kleinkind die mühsamen Fragen der Presse beantwortete. Sie war es, die sich nicht zierte, ihre Fotos veröffentlichen zu lassen, trotz Spott von Gleichaltrigen. Sie war es, die sich nicht gegen die Fernsehproduzenten wehrte, die in ihr Privatleben eindrangen. Sie war es, die schlussendlich einem Fotografen erlaubte, die intimsten und ängstlichen Augenblicke ihres kurzen Lebens für immer in Celluloid zu archivieren: ihre Transplantation. Ja! Sie war es, die uns auf den Weg des Erfolgs brachte – die Bestellung von Tausenden von Organspenderausweisen verursachte und die über sechs Jahre hinweg den grössten Teil der Spendengelder für uns gewann.

Nun ist ist dank einer Lebendspende gesund. sie hat jetzt ihre eigene, funktionierende Niere. Sie kann und will nun ihr Leben auf die gleiche Art und Weise wie ihre Freunde verbringen. Sie will nicht mehr immer unter der Lupe sein, an die Öffentlichkeit treten. Und ich als Mutter, ich als Leiterin von Kids Kidney Care, und wir als MitarbeiterInnen dieser kleinen Organisation, mit einer unendlichen Arbeit und einem grossen Herzen, ja wir gönnen ihr diese neue Zukunft der Anonymität und der Normalität und der Gesundheit. Daher haben wir Ihren Namen im Text gelöscht. Es war ihr Wunsch.

Marilyn Zeller
Päsidentin

 
 

 

 

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